Sammlung zur Frauenbewegung und Frauengeschichte in Deutschland

Das AddF sammelt, archiviert und sichert Dokumente zu Frauenbewegungen und Frauengeschichte aus der Zeit von 1800 bis zum Ende der 1960er Jahre. Bezogen auf die Sammelschwerpunkte "Frauenverbände" sowie "Autonome Kasseler Lesben/Frauenbewegung" reichen die Dokumente bis in die Gegenwart. Ein besonderes Interesse gilt allen Phasen und Erscheinungsformen der organisierten Frauenbewegungen. Neben den Originalquellen wird auch die Rezeptionsgeschichte bis heute dokumentiert. In den letzten Jahren hat das AddF verstärkt Digitalisierungsprojekte durchgeführt, so dass Teile der Sammlung digital vorliegen und online zur Verfügung stehen. 

Ansprechpartnerin

Silke Mehrwald – Bibliothek
Barbara Günther – Archiv

Nutzungsanfragen an

info@addf-kassel.de

Öffungszeiten

Di - Do von 11.00 bis 17.00 Uhr
und nach Vereinbarung

Auszeichnungen

2008 wurde das AddF mit dem Hessischen Archivpreis ausgezeichnet. In der Begründung der Jury hieß es: "Das Archiv der deutschen Frauenbewegung ist ein Paradigma für eine aus kleinsten ehrenamtlichen Anfängen erwachsene Archivinstitution mit professionellem Niveau."
Des Weiteren wurde der Archivbestand des AddF als wertvolles Kulturgut bewertet und ist seit April 2011 in das "Verzeichnis national wertvoller Archive" von Kulturgutschutz Deutschland aufgenommen.

Nutzung

Alle unsere Materialien stehen Ihnen zur Nutzung in unserem Lesesaal zur Verfügung.

Unser Archiv- und Bibliotheksgut ist in Magazinen untergebracht und ein Zugang nur nach Bestellung und Recherche in unserem Katalog bzw. dem META-Katalog möglich. Von daher bietet es sich an, Ihren Besuch vorzubereiten und vorab die Quellen, die Sie einsehen möchten, zu bestellen. So liegt bei Ihrer Ankunft dann schon alles für Sie im Lesesaal bereit. Gern unterstützen wir Sie bei Fragen zu Ihren Recherchen. Bitte wenden Sie sich an info@addf-kassel.de.

Selbstverständlich können Sie auch erst vor Ort recherchieren, müssten dann jedoch insbesondere bei Archivgut mit Wartezeiten für die Aushebung rechnen.
Im Freihandbestand finden Sie im Lesesaal unsere Pressedokumentation sowie Lexika und Nachschlagewerke.
Die Nutzung und Betreuung durch die Mitarbeiter:innen vor Ort ist kostenfrei.

Aus Gründen der Prävention gegen die Verbreitung des Corona-Virus steht Nutzer:innen der Lesesaal des AddF weiterhin nur mit einer limitierten Anzahl von Plätzen zur Verfügung. Bitte melden Sie sich daher vor einem Besuch telefonisch oder per Mail (info@addf-kassel.de) an und teilen Sie uns mit, wann genau und für wie lange Sie Ihren Besuch planen.

  • Personen mit einschlägigen Krankheitssymptomen und/oder einem positiven PCR- oder Antigen-Schnelltest werden gebeten, das AddF nicht zu besuchen.
  • Bitte desinfizieren Sie beim Betreten des Gebäudes Ihre Hände.
  • Zu anderen Personen ist ein Abstand von mind. 1,5 m einzuhalten.
  • Das Tragen einer OP- oder FFP2-Maske ist im Gebäude und am Arbeitsplatz im Lesesaal wird empfohlen. In Situationen, in denen kein ausreichender Abstand gewahrt werden kann, ist eine OP- oder FFP2-Maske zu tragen.

Für Kopien oder das Anfertigen von Fotos werden Gebühren erhoben. Umfangreichere Rechercheaufträge, die wir gerne für Sie übernehmen, sind ebenfalls kostenpflichtig.

Nutzungsbedingungen

Kataloge

META-Katalog

Der META-Katalog bietet eine zentrale Suche in den Beständen der Einrichtungen des i.d.a.-Dachverbandes der deutschsprachigen Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen. Bislang sind Datensätze von mehr als 30 Einrichtungen recherchierbar. Das AddF ist ebenfalls mit seinen Beständen in META nachgewiesen. Auch können hier die bereits digitalisierten Bibliotheks- und Archivbestände des AddF eingesehen werden.

Digitales Deutsches Frauenarchiv

Das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF) ist ein interaktives Fachportal zur Geschichte der Frauenbewegungen in Deutschland des i.d.a. Dachverbandes. Es lädt dazu ein, Themen, Akteurinnen und Netzwerke der Frauenbewegungen aus zwei Jahrhunderten kennenzulernen. Dafür präsentiert das AddF zusammen mit anderen Lesben-/Frauenarchiven, -bibliotheken und ‑dokumentationsstellen, die im i.d.a.-Dachverband verbunden sind, erstmals ausgewählte Digitalisate und weiterführende Informationen aus diesen Beständen.

Erschließungsprojekte zur Frauenbewegung - Archiv und Bibliothek

Das AddF verfügt über den größten geschlossenen Bestand zur Frauenbewegung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts in Deutschland und führt regelmäßig Projekte zur Erschließung und Digitalisierung der Sammlungen durch. Damit werden bessere Nutzungsmöglichkeiten für Forschung und Bildung geschaffen. Neben den Katalogen bietet das AddF zu den erschlossenen Aktenbeständen und Nachlässen Onlinefindbücher im pdf-Format als zusätzliche Findmittel an. Zudem stehen die in Projekten erarbeiteten Registerbände zu den Zeitschriften „Die Frauenbewegung“ und die „Frau im Staat“ inzwischen auch digital online zur Verfügung.

Aktuelles Projekt

Erschließung und Digitalisierung von Sammlungsgut (2022)

Im Fokus des Projektes steht die Erschließung des Bestandes der Evangelischen Frauenarbeit in Deutschland (EFD). Zudem werden die Fotobestände des AddF bearbeitet, Bibliotheksbestände erschlossen sowie Archiv- und Bibliotheksgut digitalisiert und Essays geschrieben.
Die im Projekt Erschließung und Digitalisierung (2021) begonnene Erschließung des Bestandes Evangelischen Frauenarbeit in Deutschland (EFD, Laufzeit 1946-2007, Umfang vor Bearbeitung ca. 71 Regalmeter) wird abgeschlossen.


Abgeschlossene Projekte

Erschließung und Digitalisierung 2021

Im Mittelpunkt des Projektes stand die Erschließung des Bestandes der Evangelischen Frauenhilfe in Deutschland (EFHiD) und der Beginn der Erschließung des Bestandes der Evangelischen Frauenarbeit in Deutschland (EFD). Darüber hinaus wurden Fotobestände über- bzw. neu bearbeitet, Bibliotheksbestände erschlossen, Archiv- und Bibliotheksgut digitalisiert und Essays geschrieben. Die im Projekt Erschließung und Digitalisierung von Sammlungsgut (2020) begonnene Erschließung des Bestandes Evangelische Frauenhilfe in Deutschland (EFHiD, Laufzeit 1899-2007, Umfang ca. 69 Regalmeter) wurde abgeschlossen. Der Bestand kann nun im META-Katalog recherchiert werden zudem gibt es auf der Homepage des AddF ein Onlinefindbuch als pdf.

Erschließung und Digitalisierung 2020

Das Projekt umfasste die Erschließung des Bestandes der Evangelischen Frauenhilfe in Deutschland (EFHiD); die Überarbeitung der bereits erschlossenen Fotobestände des AddF; die Erschließung von Bibliotheksbeständen aus Nachlässen und Aktenbeständen; die Digitalisierung von Bibliotheks- und Archivgut sowie das Verfassen von Essays.

Gestern virtuos heute virtuell

Mit dem Projekt „Gestern virtuos, morgen virtuell“ will das AddF seine seit über 30 Jahren gesammelten, einzigartigen Bestände zur Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland in ersten ausgewählten Schritten digitalisieren, um sie in das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF) einzubringen. Mit dem DDF entsteht eine einmalige Onlineplattform, die Informationen zur Geschichte der Frauenbewegung im Internet zugänglich macht.

Gleichstellungsbestrebungen von Frauen nach 1945

Die vielfältigen Gleichstellungsinitiativen der direkten Nachkriegszeit, aber auch der 1950er und 1960er Jahre sind bisher sowohl wissenschaftlich als auch archivarisch vernachlässigt worden. Ziel dieses Projektes ist daher die Erschließung und der Ausbau der Sammlungen der Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung in Hinsicht auf die Geschichte von Frauen und Frauenbewegungen der Jahre 1945 bis 1970 und auf die emanzipatorischen Bestrebungen, die es in dieser Zeit bzgl. der Gleichstellung von Frau und Mann gab.

Erschließung des Bestandes Deutscher Evangelischer Frauenbund

Der Deutsche Evangelische Frauenbund (DEF), eine der ältesten Frauenvereinigungen Deutschlands, hat 2007 sein umfangreiches Archiv und seine Bibliothek in die Obhut des Archivs der deutschen Frauenbewegung gegeben. Die Akten und Bücher fanden hier eine neue Heimat und ergänzen die seit über 20 Jahren in Kassel zusammengetragene Sammlung von Materialien zur Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland. Der Deutsche Evangelische Frauenbund wurde 1899 in Kassel gegründet, verlegte seinen Vereinssitz aber schon bald nach Hannover. Die Verbandsakten konnten von Beginn an, auch über zwei Kriege hinweg, weitgehend lückenlos bewahrt werden.

Bilder aus der Frauenbewegung 1848–1968

Sieben Einrichtungen präsentieren auf dieser CD-ROM eine Auswahl ihrer Bildbestände in einem Bestandsverzeichnis, das 2762 Bilder aus der Geschichte von Frauenbewegung und Frauenverbänden in Deutschland aus dem Zeitraum 1848 bis 1968 enthält.

Abgeschlossene Erschließungsprojekte 1986-2009

Auf dieser Seite finden Sie Informationen über die Erschließungsprojekte, die das Archiv der deutsche Frauenbewegung von 1986 bis 2009 durchgeführt hat, darunter: Bewahren von Erinnerungen ─ Frauenverbandsarbeit als Motor für politische Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Vier Frauenverbände als Beispiel (2006-2009) und "Heute ist morgen schon gestern" ─ Sicherung der historischen Überlieferung von Frauenverbänden (2005-2006)

Archiv der deutschen Frauenbewegung
Gottschalkstraße 57
D - 34127 Kassel
Tel.: +49 (0)561-989 36 70
Fax: +49 (0)561-989 36 72
E-Mail: info@addf-kassel.de

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Donnerstag
11-17 Uhr und nach Vereinbarung

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