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Archiv, Bibliothek und Forschungszentrum zur Geschichte der deutschen Frauenbewegung ─ Willkommen!

Das Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF) sammelt, forscht und publiziert zur Geschichte von Frauen und Frauenbewegungen von 1800 bis in die 1960er Jahre. Die Verbreitung des Wissens über die Frauenbewegung und ihre Protagonistinnen in der Öffentlichkeit durch Vorträge, Lesungen, Konzerte und Ausstellungen ist uns ein großes Anliegen.


Unser Lesesaal ist geöffnet!

Auf Basis der aktuellen SARS-CoV-2-Verordnungen der Bundesländer können nach Voranmeldung zwei Nutzer*innen bei uns im Lesesaal vor Ort arbeiten. Ab dem 13.01.2022 gilt die 2G-Plus-Regelung und die Corona-Hygieneregeln. Unsere Öffnungszeiten sind Dienstag - Donnerstag, 11 bis 17 Uhr. Anmeldung bitte per Mail unter info(at)addf-kassel.de. Die Notwendigkeit kurzfristiger Schließungen aufgrund behördlicher Bestimmungen kann nach wie vor nicht ausgeschlossen werden.

 


Ausstellung. 2.5.2022-27.5.2022

1933 - 1945: Christliche Frauen im Konzentrationslager Ravensbrück

Die Ausstellung widmet sich 13 Biografien christlicher Häftlinge im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück. Christliche Frauen wurden von den Nationalsozialisten verhaftet, weil sie sich aufgrund ihrer Geisteshaltung kritisch oder oppositionell gegenüber dem NS-Regime verhalten hatten. Die Ausstellung beleuchtet ebenfalls die religiösen Praxen im Lager und im lokalen Umfeld des Konzentrationslagers.

Ausstellungseröffnung: 02. 05. 2022, 18. 30 Uhr mit Dr. Sabine Arend, (Eintritt 4/3 Euro)
Anmeldungen zum Begleitprogramm: Details unter www.ekkw.de/service/frauen/wanderausstellung.php
Offene Ausstellung: Möglichkeit zu individuellem Besuch, während der Öffnungszeiten. Mo-Fr 9-18 Uhr,
Austausch mit Veranstalter:innen: 03., 10., 18. und 24. 05. 2022, jeweils 16 - 18 Uhr.
Ort: Haus der Kirche, Wilhelmshöher Allee 330, Kassel


Ausstellung in Kassel, 9. Mai-7. Juni 2022

Frauen im Widerstand 1933-1945 

Am 8. Mai 2022 jährt sich zum 77. Mal der „Tag der Befreiung“ von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Der militärischen Kapitulation Deutschlands und der Befreiung durch die Alliierten war ein aktiver vielseitiger Widerstand von Menschen in ganz Europa zur Seite gestellt. In diesem Widerstand waren zahlreiche Frauen organisiert. Oftmals unter Lebensgefahr kämpften sie für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, für internationale Solidarität und ein friedliches Zusammenleben der Völker. Das Deutsch-Französische Forum Kassel und das Archiv der deutschen Frauenbewegung haben zehn Frauen aus dem deutschen und französischen Widerstand ausgewählt und in einer Ausstellung zusammengebracht, darunter zum Beispiel die Kasselerin Nora Platiel oder die französische Ethnologin Germaine Tillion. Eine Vielzahl dieser Porträts entstammen dem von Florence Hervé herausgegebenen Band „Mit Mut und List. Europäische Frauen im Widerstand gegen Faschismus und Krieg“ Köln 2020.

Ort: Rathaus Kassel, Obere Königsstraße 8, 2. Obergeschoss, Seitenhalle
Öffnungszeiten: Einzelbesucher:innen in der Zeit von Mo–Do 8 bis 17 Uhr, Fr 8 bis 15 Uhr; falls es die Pandemieentwicklung zulässt ggf. Führungen für Kleingruppen möglich, Informationen per Email schibbe@addf-kassel.de
Veranstaltende: Archiv der deutschen Frauenbewegung, Deutsch-Französisches Forum Kassel

Gespräch, 31. Mai, 18:30 Uhr
Anne Webers Buch „Annette, ein Heldinnenepos“
Referentinnen: Evelyne Frantz, Paris und Brigitte Jörg-Kramß, Marburg.
Eintritt und Ort: Spenden erwünscht, Bücherei Kirchditmold, Zentgrafenstr. 142, 34130 Kassel.

Vortrag und Gespräch 1. Juni, 18:30 Uhr
Notizen zum Leben der Kasseler Widerstandskämpferin Nora Platiel. Widerstand - Recht - Kunst
Referent*innen: Laura Schibbe (AddF) und Ralf Schaper
Eintritt und Ort: Spenden erwünscht, Bücherei Kirchditmold, Zentgrafenstr. 142, 34130 Kassel.


Veranstaltungsreihe rund um den 8. März in Kassel

Internationaler Frauentag 2022

Das Frauenbündnis Kassel freut sich auch in diesem Jahr, rund um den 8. März ein vielfältiges Programm präsentieren zu können. Dieses Jahr gibt es die Veranstaltungsreihe schon 20 Jahre! Dieses Jahr gibt es eine Übersicht der zahlreichen Veranstaltungen nicht nur in dem bekannten Leporello-Format, sondern auch online unter www.Frauenbündnis-Kassel.de

Auch in 2022 haben die Einrichtungen, Projekte und Initiativen im Kontext der Veranstaltungsreihe des Kasseler Frauenbündnisses wieder einen bunten Strauß an Veranstaltungen zusammengestellt: Am 14. Februar findet die Protest-Tanzaktion „One Billion Rising“ gegen Gewalt an Frauen und Mädchen auf dem Königsplatz statt und am 8. März werden anlässlich des Internationalen Frauentages öffentliche (Streik-)Aktionen für bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung im Bereich der Erziehungs-, Sorge-, Care-Arbeit stattfinden – alles Bereiche in denen mehrheitlich Frauen beschäftigt sind. Weiterhin sind im Programm Dokumentar-Filme, Diskussionsveranstaltungen, Autorinnen-Lesungen, eine Exkursion und zwei Ausstellungen zu finden. Darüber hinaus sind alle eingeladen, zum Nacht-Spaziergang an Walpurgis am 30. April. Sehr gern kann das Programm weitergeleitet, vernetzt, hochgeladen, verlinkt und bekanntgemacht werden. Alle Details finden sich im Programm, das es (auch in barrierearmer Fassung) gibt. Die Veranstalter:innen freuen sich auf zahlreiche Teilnehmer*innen und interessante Diskussionen.


Neue Beitragsserie

#100JahreCauer, Folge 4: Grenzgängerin zwischen den Frauenbewegungen

#125JahreSelbert ist vorbei – doch das ist für uns kein Grund, den Blick von den Protagonistinnen der Frauenbewegung zu nehmen. Lieber möchten wir ihn auf eine andere Akteurin richten und in die spannenden Momente ihres Lebens eintauchen. In diesem Jahr werden wir in unserer neuen Serie #100JahreCauer anlässlich ihres 100. Todestages die Pädagogin, Journalistin und radikale Frauenrechtlerin Minna Cauer vorstellen. Die monatlichen Beiträge finden Sie in unserer Leseecke!

 


Neues Erschließungs- und Digitalisierungsprojekt startet

2022 gibt es eine Projektförderung für das AddF im Rahmen des Digitalen Deutschen Frauenarchivs. Neben der Bearbeitung des Bestandes der Evangelischen Frauenarbeit steht die Erweiterung und Überarbeitung unseres Fotoarchivs im Fokus. Auch werden wichtige Zeitschriften der bürgerlichen Frauenbewegung, unter anderem das „Centralblatt des Bundes Deutscher Frauenvereine“, später „Die Frauenfrage“,  dieses Jahr von uns digitalisiert. Das AddF verfügt über den größten geschlossenen Bestand zur Frauenbewegung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts in Deutschland. Ziel ist weite Teile dieser seit über 30 Jahren gesammelten teils einzigartigen Bestände in das DDF einzubringen.


Jubliäumsprojekt

Ein Animationsfilm beleuchtet das Leben von Elisabeth Selbert

Ein exklusiver Animationsfilm zum 125. Geburtstag ist mit spannenden Details aus dem Nachlass von Elisabeth Selbert gespickt! Dieser entstand in der Zusammenarbeit des AddF mit den beiden Trickfilmerinnen Katrin Nicklas und Frauke Striegnitz und der Unterstützung der Stadt Kassel. Zu finden ist er im städtischen youtube-Kanal - viel Freude beim Anschauen!


Der Bundespräsident besucht das AddF und würdigt die „Ikone der Gleichberechtigung“ Elisabeth Selbert zum 125. Geburstag

Zu Ehren Elisabeth Selberts, die heute 125 Jahre alt geworden wäre, hat Bundespräsident Frank‐Walter Steinmeier am 21.9.2021 Kassel und das Archiv der deutschen Frauenbewegung besucht. Dort gaben unsere Mitarbeiterinnen Dr. Kerstin Wolff, Silke Mehrwald und Mirjam Höfner Einblicke in den Nachlass der bedeutenden Juristin und Kasseler Ehrenbürgerin und in die Arbeit des AddF. Der sich anschließende Festakt in der Kasseler Brüderkirche, würdigte das Leben und Wirken von Elisabeth Selbert. Ein Animationsfilm gab spannende Einblicke in ihr Leben. Der Bundespräsident würdigte in seiner Festrede das Engagement des AddF: "Die Geschichten dieser Vorkämpferinnen unserer Demokratie sind immer noch zu wenig bekannt. Deshalb ist es großartig, dass es hier in Kassel das Archiv der deutschen Frauenbewegung gibt. Nach meinem Besuch dort heute Morgen muss ich sagen: Es ist ein beeindruckender Ort unserer Demokratiegeschichte, gerade weil es die Frauenbewegungen von 1800 bis 1960 und ein bisschen darüber in ihrer ganzen Breite und Vielfalt in den Blick nimmt. Ich bin überzeugt: Wir brauchen solche Orte, wir brauchen sie, weil sie uns bewusst machen, wie viel wir den engagierten Frauen zu verdanken haben, wie wichtig es aber auch ist, ihre Errungenschaften immer wieder aufs Neue zu verteidigen und auszubauen. All jenen, die mithelfen, die Erinnerung an diese Hälfte unserer Demokratiegeschichte wachzuhalten, gilt heute auch mein ganz herzlicher Dank." Fernseh-Beiträge dazu gibt es von Sat1 Regionalmagazin und in der hessenschau, beides vom 21.09.2021. Weitere Einblicke zu #125jahreselbert gibt es in unserem Instagram und facebook Kanal [Highlights] sowie auf den Seiten der Stadt Kassel.

 


 

Dossiers zur Geschichte der Frauenbewegung

Informieren Sie sich zu Personen, Organisationen und Themen aus der Frauenbewegungsgeschichte und erhalten Sie besondere Hinweise auf die Bestände im AddF.



Adresse / Öffnungszeiten

Gottschalkstraße 57
D - 34127 Kassel
Tel.: +49 (0)561-989 36 70
Fax: +49 (0)561-989 36 72
E-Mail: info@addf-kassel.de
Di.-Do. 11-17 Uhr (Bitte beachten Sie die geänderten Nutzungsmöglichkeiten, um der Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus (Corona-Virus) vorzubeugen.)



Unser Förderverein

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Unser Netzwerk

Das AddF ist Mitglied in i.d.a., dem Dachverband der deutschsprachigen Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen.

 

Das AddF beteiligt sich aktiv am interaktiven Fachportal zur Geschichte der Frauenbewegungen in Deutschland des i.d.a.-Dachverbandes; gefördert vom BMFSFJ.

 

Das AddF ist Mitglied in der AG Orte der Demokratiegeschichte, einer Arbeitsgemeinschaft für die Stärkung unserer demokratischen Wurzeln.

 


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