Veranstaltungen des AddF
Hier erfahren Sie mehr über unsere geplanten Veranstaltungen im Jahr 2025. Das Angebot wird in regelmäßigen Abständen überarbeitet und erneuert.
Wir freuen uns, Sie zukünftig bei einer unserer Veranstaltungen begrüßen zu dürfen und mit Ihnen in Austausch zu gehen.
Sie können alle abgeschlossenen Veranstaltungen in unserem Veranstaltungsarchiv nachschauen.
Ansprechpartnerin:
Wir laden ein zur 4. feministischen Buchwoche vom 18.04. bis zum 26.04.2026!
Zum vierten Mal lädt das Netzwerk der BücherFrauen zur Feministischen Buchwoche ein: mit Lesungen, Diskussionsrunden, Führungen, Verlagsvorstellungen, Bookstore-Crawls und anderen Veranstaltungen in Buchhandlungen, Bibliotheken oder Archiven. Sie sollen dazu animieren, Bücher von Frauen zu lesen, denn nach wie vor würdigen zwei Drittel aller Rezensionen die Werke von Autoren, wie die Pilotstudie Frauen zählen gezeigt hat.
Die Feministische Buchwoche ist eine Aktion der BücherFrauen e.V.
unsere Kooperationspartner:innen sind
Lesung und Gespräch
Samstag, 18.04.2026, 15 Uhr
Auftaktveranstaltung der 4. Feministischen Buchwoche - Doris Hermanns liest aus „Sand im patriarchalen Getriebe“
Vor über 50 Jahren wurde der erste Frauenbuchladen in Deutschland gegründet, Lillemor’s in München, zwei Wochen später eröffnete Labrys in Berlin – und dann ging es in einem rasanten Tempo in vielen anderen Städten weiter, so auch Anfang der 1980er Jahre in Kassel mit Aradia. Zur Feministischen Buchwoche ist Doris Hermanns eingeladen die Geschichte der Frauen-Buch-Bewegung zu beleuchten. Anschließend findet eine Gesprächsrunde mit der Autorin und ehemaligen Aradia-Buchladenfrauen statt, sie geben ergänzend Einblicke in die lokale Geschichte und Besonderheiten in Kassel.
Referentin: Doris Hermanns
Eintritt: frei, Spenden erwünscht
Veranstalterin: Archiv der deutschen Frauenbewegung Kassel
Achtung externer Veranstaltungsort: Kulturhaus Dock 4 – Zwischendeck, Karl-Bernhardi-Straße, 34117 Kassel
Die Auftaktveranstaltung in Kassel organisiert vom AddF wird gefördert vom Deutschen Digitalen Frauenarchiv
Die Brencher Buchhandlung begleitet die Veranstaltung mit einem Büchertisch.
Sonntag, den 19. April 2026, 11:30 Uhr, Kleines Bali-Kino, Rainer-Dierichs-Platz 1
Valery Tscheplanowa liest aus ihrem Roman "Das Pferd im Brunnen“
„Tausend Kilometer von ihr entfernt ist es derselbe Topf, in dem sie ihren Grießbrei gerührt hat und in dem ich jetzt weiter rühre.“
Valery Tscheplanowa spürt in ihrem autofiktionalen Erinnerungsbuch dem Leben von vier Frauen ihrer Familie aus vier Generationen von der Urgroßmutter bis zur Urenkelin nach. Dies geschieht nicht chronologisch, sondern episodisch und fragmentarisch auf verschiedenen Zeitebenen und an unterschiedlichen Orten von der Wolga bis nach Schleswig-Holstein.
Die Biografien der Frauen werden erzählerisch und atmosphärisch dicht von der Urenkelin als Haupterzählerin miteinander verflochten. Jede einzelne Frau trägt sowohl die Geschichte ihres Heimatlandes, der Sowjetunion, als auch die der Frauen der vorangegangenen Generationen in sich.
Sprachlich gelingt es der Autorin, eindrucksvoll mit sehr klarem Duktus zum Teil hoch emotionale Momente zu schaffen.
Führung
Montag, 20.04.2026, 17 Uhr
Ab ins Dichterhaus – Lernt die Kasseler Schriftstellerin Christine Brückner kennen
Das Dichterhaus Brückner-Kühner in der Hans-Böckler-Str. 5 in Kassel war der Lebens- und Arbeitsmittelpunkt des Schriftstellerpaares Christine Brückner und Otto Heinrich Kühner. 1965 erwarb Christine Brückner das Reihenhaus in der Gartenstadt Auefeld. In einer Führung vor Ort durch dieses Domizil lernt ihr anlässlich der Feministischen Bücherwoche Leben und Werk von Christine Brückner kennen.
Referentin: Maya Alou
Eintritt: frei, Spenden erwünscht
Veranstalterin: Stiftung Brückner-Kühner in Kooperation mit dem Archiv der deutschen Frauenbewegung
Veranstaltungsort: Hans-Böckler-Str. 5, 34121 Kassel
Vortrag und Lesung
Dienstag, 21.04.2026, 18 Uhr
Kasseler Realistinnen neu ediert: Sophie Junghans’ „Die Amerikanerin“ und Charlotte von Hünerbeins „Eigenart“
Kassel ist eine Literaturstadt: Die allgemeine Geschichte der deutschen Literatur wurde hier mitgeschrieben. Um sie sicht- und hörbar zu machen, wurden in den letzten Jahren mehrere Projekte in Kassel durchgeführt: das Schilderprojekt „Literatur in Kassel – mehr als nur GRIMMIG“, das „Kleine Kasseler Literatur-Lexikon“, Lesungsreihen, Vorträge und Editionen.
Um „Kasseler Literatur“ dreht sich auch die gleichnamige Editionsreihe, die seit diesem Jahr von Nikola Roßbach bei kassel university press herausgegeben wird. Vergessene und wieder zu entdeckende Werke werden im Druck und online wieder verfügbar gemacht.
Im Mittelpunkt von Vortrag und Lesung stehen zwei Romane: „Die Amerikanerin“ (1886) von Sophie Junghans und „Eigenart“ (1912) von Charlotte von Hünerbein. Sie gehören zum Realismus, der, anders als es der Kanon suggeriert, von zahlreichen Schriftstellerinnen mitgetragen wird. Ihre Romane, oft als ‚Frauenliteratur‘ verpönt und in die Unterhaltungssparte abgedrängt, erzählen von weiblichen Lebenswegen in der damaligen Gesellschaft: von Selbstbestimmung und Anpassungsdruck der Frauen, von Geschlechterrollen und der Debatte über sie.
Referentinnen: Prof. Dr. Nikola Roßbach und Dr. Lisa Wille
Eintritt: frei, Spenden erwünscht
Veranstalterin: Archiv der deutschen Frauenbewegung Kassel
Veranstaltungsort: Lesesaal AddF, Gottschalkstraße 57, 34117 Kassel