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23,00 €

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Erscheint

August 2024

Heft 80

Frauenemanzipation in islamischen Ländern.

Vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart

Mit der neuerlichen Machtübernahme der Taliban in Afghanistan 2021 und dem Aufstand gegen die Geschlechterapartheid der Mullahs, der ein Jahr später im Nachbarland Iran begann, ist die Frage nach dem Kampf um die Würde und die Rechte von Frauen in islamischen Ländern abermals zu einem Problem von globalem Interesse aufgerückt. Wir haben diese Ereignisse mit zum Anlass genommen, um historisch zurückzuschauen: Auf Argumente, die in diesem Teil der Welt schon im 19. Jahrhundert gegen die misogyne Rede von der angeblichen Minderwertigkeit des weiblichen Geschlechts formuliert worden waren; auf literarische wie politische Strategien, die eine Auflehnung gegen verordnete Sittsamkeit und Bevormundung ermöglichten; auf Organisationen, die kollektiv und unbeobachtet an einer Verbesserung der Lage von Frauen gearbeitet haben. Jeder der zehn Beiträge dieser Ariadne-Ausgabe widmet sich einer historischen Protagonistin – bzw. mehreren Protagonistinnen oder Organisationen – in einem bestimmten Land. Die meisten davon sind im Westen unbekannt geblieben. Auch die Geschlechtergeschichte hat diesen Aspekt der globalen Feminismushistorie bislang vernachlässigt. Dabei waren die Kämpfe gegen die geschlechterpolitische Ungleichheit, die in den beiden vergangenen Jahrhunderten von Marokko bis Indonesien geführt wurden, ebenso unterschiedlich wie diejenigen, die zeitgleich im Westen für Unruhe und sozialem Wandel sorgten. In diesem Sinne ist das diesjährige Heft als Beitrag zu einem vertieften Verständnis der globalen Feminismushistorie zu verstehen, das sowohl die bisherigen aktivistischen Auslassungen der vergangenen Jahrzehnte wie auch die gängigen wissenschaftlichen Projektionen auf nicht-westliche Akteurinnen der Frauenemanzipation der Gegenwart kritisch hinterfragt.

Redaktion

Mette Bartels, Vojin Saša Vukadinović

Mit Beiträgen von

Fathiyeh Naghibzadeh, Sabri Deniz Martin, Lumnije Jusufi & Ledio Hala, Christina Engelmann, Moritz Pitscheider & Linn Vertein, Ahmad A. Omeirate, Saïda Keller-Messahli, Andreas Benl, Naïla Chikhi, Vojin Saša Vukadinović

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