Laufzeit

1. Januar 2026 - 31. Dezember 2026

Bearbeiterinnen

Laura Baumgarten B.A.
Tamara Block M. A.
Barbara Günther M. A.
 

#frauenbewegt in Kassel. Erschließung und Digitalisierung von Sammlungsgut (2026)

Im Mittelpunkt des Projektes „#frauenbewegt in Kassel“ steht die Bearbeitung von drei Vereinsbeständen aus der Kasseler Lesben- und Frauenbewegung und die eines Nachlasses. Darüber hinaus werden Fotos aus dem Bestand des Deutschen Evangelischen Frauenbundes digitalisiert und erschlossen, Sammlungsgut digitalisiert und Essays geschrieben.

Die Bestände stammen von Kasseler Vereinen aus den Bereichen der Anti-Gewalt- sowie der Bildungs- und Kulturarbeit. 
Im Einzelnen handelt es sich um „Schwarze Winkel. Verein gegen sexuelle Gewalt an Frauen“, der 1992 gegründet wurde und bis 2002 bestand. Schwarze Winkel widmete sich einerseits einem feministischen, parteilichen Beratungsangebot und der aktiven Unterstützung betroffener Frauen, Mädchen und Lesben sowie andererseits auch der Sensibilisierung der Öffentlichkeit zum Thema. 
Ebenso wird der Bestand des Vereins „Aradia – Verein zur Förderung von Frauenliteratur und -kunst und anderen Rechtsgeschäften, die Fraueninteressen dienen“ bearbeitet. Der Verein wurde 1981 gegründet und löste sich 2009 auf. Ziel des Vereins war es, Literatur und Kunst von Frauen zu fördern und Mädchen und Frauen die Auseinandersetzung mit feministischen Themen zu ermöglichen. 
Als drittes wird der Bestand des „FrauenForum“s erschlossen. Das FrauenForum wurde 1984 gegründet und bestand bis zur Auflösung im Jahr 2000. Ziel dieses Vereins war es, Mädchen und Frauen unabhängig von Bildungsabschluss, sozialer Herkunft oder Alter eine Möglichkeit zum Lernen und Lehren anzubieten. 
Insgesamt haben die drei Vereinsbestände einen Umfang von 8,4 Regalmetern. Enthalten sind darin u. a. Korrespondenzen, Plenumsbücher, Berichte, Finanzunterlagen und Fotos. Nach der Erschließung können die Bestände erstmals digital durchsucht werden. Darüber hinaus findet eine Veranstaltung statt, es werden Interviews mit Protagonistinnen aus den Vereinen geführt und die Bestände weiter ausgebaut. 
Ein weiterer Fokus liegt auf der Erschließung des Nachlasses der Reformpädagogin Eleonore Astfalck (1900-1991), der einen Umfang von 0,7 Regalmetern hat und neben vielen Fotos, persönliche Dokumente und Vortragsmanuskripte enthält. 
Darüber hinaus wird ein erster Teil der umfangreichen Bildsammlung des Deutschen Evangelischen Frauenbundes (DEF), welche u. a. Fotos von Mitarbeiterinnen, Einrichtungen und wichtigen Ereignissen der Vereinsgeschichte enthält, bearbeitet, erschlossen und digitalisiert. 
Und es werden weitere Quellen der Frauenbewegung aus dem 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts online zugänglich gemacht. Daneben werden mehrere Essays u. a. über die drei Kasseler Vereine erarbeitet.

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