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Erschließung und Digitalisierung von Sammlungsgut im AddF

 

Im Anschluss an das Vorgängerprojekt "Gestern virtuos, morgen virtuell" (2016-2019) führt das AddF im Rahmen des vom Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderten Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF) seit 2020 Projekte zur Erschließung und Digitalisierung verschiedener Sammlungsbestände durch. Das AddF verfügt über den größten geschlossenen Bestand zur Frauenbewegung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts in Deutschland. Ziel ist weite Teile dieser seit über 30 Jahren gesammelten teils einzigartigen Bestände in das DDF einzubringen. In den Projekten werden im Schwerpunkt ausgewählte Archiv- und Bibliotheksbestände erschlossen, digitalisiert und Essays zu Personen, Organisationen und Themen der Frauenbewegung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts erarbeitet.

Aktuelles Projekt:


Laufzeit: Januar 2022 - Dezember 2022
Projektleitung: Barbara Günther M.A.
Bearbeiterinnen: Tamara Block M.A.; Mareike Hollmann M.A.; Dr. Barbara Krautwald; Neele Rother; Dr. Mirjam Sachse; Michaela Wilhelm B.A.
 

Erschließung:

  • Die Erschließung des Bestandes Evangelischen Frauenarbeit in Deutschland (EFD, Laufzeit 1946-2007, Umfang vor Bearbeitung ca. 71 Regalmeter) wird abgeschlossen. Die EFD war 1918 als Dachverband unter dem Namen Vereinigung Evangelischer Frauenverbände Deutschlands (VEFD) gegründet worden. Ihr gehörten neben der Evangelischen Frauenhilfe in Deutschland u. a. auch der Deutsche Evangelische Frauenbund (DEF) an. Die Unterlagen stammen aus der Geschäftsstelle der EFD. Neben Schriftgut befinden sich auch Fotos und Objekte im Bestand.

  • Neben der weiteren Überarbeitung, der bereits erschlossenen und digitalisierten Fotobestände zu Akteurinnen, Körperschaften und Themen werden unbearbeitete Fotobestände des AddF erschlossen und digitalisiert. Mit der Erschließung einher geht u. a. auch eine umfassende Rechteklärung (Urheber*innenrecht, Persönlichkeitsrecht etc.).

  • Erschließung von Bibliotheksgut aus Beständen und Nachlässen: Das AddF konnte in den vergangenen Jahren umfangreiche Unterlagen verschiedener Frauenorganisationen übernehmen, deren Erschließung nicht umgehend erfolgen kann. In diesen Beständen und Nachlässen ist immer auch ein großer Teil von Bibliotheksgut – häufig Zeitschriften von Frauenverbänden, Broschüren und andere Veröffentlichungen – enthalten, welches im Rahmen des Projektes erschlossen wird.

Digitalisierung von Archiv- und Bibliotheksgut:

Im Jahr 2022 wird der Schwerpunkt auf der Digitalisierung von wichtigen Zeitschriften der bürgerlichen Frauenbewegung liegen. Ausgewählt sind

  • die im AddF vorhandenen Originale der Zeitschriften „Die Frauenbewegung“ (6.1900-25.1919) und des „Centralblattes des Bundes Deutscher Frauenvereine“ (1.1899-14.1912/13), später „Die Frauenfrage“ (15.1913/14-23.1921);

  • weitere Akten aus dem Bestand des Deutschen Evangelischen Frauenbundes (DEF), insbesondere Akten aus den Arbeitsbereichen bzw. den Kommissionen des DEF;

  • Audiokassetten von Interviews mit Zeitzeug*innen zu den Themen §218, Aufklärung, Sexualberatungsstellen in der Weimarer Republik. Bei dieser Digitalisierung handelt es sich im ersten Schritt um eine bestandserhaltende Maßnahme.

Essays zu Akteurinnen und Themen der Frauenbewegung:

  • Für das DDF werden u. a. Essays zur EFD, zu Sophia Goudstikker (1865-1924), Ika Freudenberg (1858-1912), Marie Stritt (1855-1928), Käthe Schirmacher (1865-1930) und Auguste Schmidt (1833-1902) verfasst.


Abgeschlossene Projekte:

2021

Laufzeit: Januar 2021 - Dezember 2021
Projektleitung: Barbara Günther M.A.
Bearbeiterinnen: Tamara Block M.A.; Mareike Hollmann M.A.; Charlotte Pissors M.A.; Neele Rother; Dr. Mirjam Sachse

Erschließung:

  • Die im Vorgängerprojekt (Januar 2020 - Dezember 2020) begonnene Erschließung des Bestandes Evangelische Frauenhilfe in Deutschland (EFHiD, Laufzeit 1899-2007, Umfang ca. 69 Regalmeter) wird abgeschlossen. Im Anschluss wird mit der Erschließung des Bestandes eines weiteren konfessionellen Frauenverbandes, der Evangelischen Frauenarbeit in Deutschland (EFD, Laufzeit 1946-2007, Umfang ca. 71 Regalmeter) gestartet. Die EFD war 1918 als Dachverband unter dem Namen Vereinigung Evangelischer Frauenverbände Deutschlands (VEFD) gegründet worden. Ihr gehörten neben der Evangelischen Frauenhilfe in Deutschland u. a. auch der Deutsche Evangelische Frauenbund (DEF) an. Die Unterlagen stammen aus der Geschäftsstelle der EFD. Neben Schriftgut befinden sich auch Fotos und Objekte im Bestand.

  • Die Überarbeitung, der bereits erschlossenen und digitalisierten Fotobestände zu Akteurinnen, Körperschaften und Themen wird weitergeführt. Zudem sollen mit der Erschließung und Digitalisierung noch unbearbeiteter Fotobestände des AddF begonnen werden. Mit der Erschließung einher geht u. a. auch eine umfassende Rechteklärung (Urheber*innenrecht, Persönlichkeitsrecht etc.).

  • Erschließung von Bibliotheksgut Beständen und Nachlässen: Das AddF konnte in den vergangenen Jahren umfangreiche Unterlagen verschiedener Frauenorganisationen übernehmen, deren Erschließung nicht umgehend erfolgen kann. In diesen Beständen und Nachlässen ist immer auch ein großer Teil von Bibliotheksgut – häufig Zeitschriften von Frauenverbänden, Broschüren und andere Veröffentlichungen – enthalten, welches im Rahmen des Projektes weiter erschlossen wird.

Digitalisierung von Archiv- und Bibliotheksgut:

In 2021 sind für die Digitalisierung ausgewählt: 

  • Bibliotheksgut zum Paragraphen 218 sowie zu den Themen Arbeit und Bildung;

  • ausgewählte Manuskripte von Paula Müller-Otfried (1865-1946) aus dem Bestand des DEF u. a. zu folgenden Themen: Konfession und Frauenbewegung – Auseinandersetzung mit Gertrud Bäumer u. Helene Lange (ca. 1904); Frauenfrage und Deutsch-Evangelischer Frauenbund (1908 und 1910); Entwicklung der Frauenbewegung in Deutschland (1909 und 1920); Reformbestrebungen in der Dienstbotenfrage (ca. 1910); Welche Aufgaben erwarten die Frau aus der sittlichen Not unserer Zeit? (ca. 1915); Die Frauen und das Nationalgefühl (ca. 1918); Die sozialen Ursachen der Prostitution (ca. 1918); Die Frau in Haus und Beruf (ca. 1919); Die Beziehungen der Geschlechter (1925);

  • Korrespondenz und Autographen von Minna Cauer (1841-1922) aus dem Nachlass Betty Binder-Asch (NL-P-55).

Essays zu Akteurinnen und Themen der Frauenbewegung:

Für das DDF werden Essays zur Geschichte des §218 bis in die 1930er Jahre; zu Hedwig Dohm und dem Antifeminismus; zur Arbeiterinnenbewegung 1850-1933 und zu Emma Ihrer und Luise Zietz verfasst. Zudem werden die auf der Internetseite des AddF veröffentlichten Dossiers zu Ingeborg Küster, dem Deutschen Evangelischen Frauenbund und dem Deutschen Staatsbürgerinnen-Verband (AddF / DDF) für das DDF überarbeitet.
 

Öffentlichkeitsarbeit zum Projekt:

 

 


2020

Laufzeit: Januar 2020 - Dezember 2020
Projektleitung: Barbara Günther M.A.
Bearbeiterinnen: Tamara Block; Mareike Hollmann; Dr. Astrid Otto; Charlotte Pissors M.A.; Dr. Mirjam Sachse; Lea Siemion

 

Erschließung:

  • Erschließung des Bestandes Evangelische Frauenhilfe in Deutschland (EFHiD, Laufzeit 1899-2007, Umfang ca. 69 Regalmeter). Neben dem Deutschen Evangelischen Frauenbund (DEF) war EFHiD die andere große protestantische Frauenorganisation, die sich ebenfalls 1899 gründete und somit Teil der konfessionellen Frauenbewegung war. Es handelt sich um die Unterlagen aus der EFHiD-Geschäftsstelle mit Korrespondenzen, Unterlagen über die Arbeits- und Themenbereiche u.v.m. Neben Schriftgut befinden sich auch Fotos und Objekte im Bestand;

  • Überarbeitung der bereits erschlossenen und digitalisierten Fotobestände zu Akteurinnen, Körperschaften und Themen. Dies beinhaltet u. a. auch eine umfassende Rechteklärung (Urheber*in, Personen, Körperschaften etc.);

  • Erschließung von Bibliotheksgut aus Beständen und Nachlässen: Das AddF konnte in den vergangenen Jahren umfangreiche Unterlagen verschiedener Frauenorganisationen übernehmen. In diesen Beständen und Nachlässen ist immer auch ein großer Teil von Bibliotheksgut – häufig Zeitschriften von Frauenverbänden, Broschüren und andere Veröffentlichungen – enthalten.

Digitalisierung von Archiv- und Bibliotheksgut:

In 2020 wurden digitalisiert:

Essays zu Akteurinnen und Themen der Frauenbewegung:

Öffentlichkeitsarbeit zum Projekt:

 

 

Ansprechpartnerinnen

Silke Mehrwald
Barbara Günther


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