#FrauenDerBoheme

Am 01.07.2022 wurde in der Monacensia im Hildebrandhaus in München die Ausstelleung "Frei Leben. Die Frauen in der Boheme 1890-1920" eröffnet.

Als Kooperationspartnerin begleiten wir die Ausstellung während der Laufzeit vom 01.07.2022 bis zum 31.07.2023 mit Blog- und Social Media Beiträgen. Gemeinsam mit dem LiteraturhausB wirken wir im Netzwerk und werfen anhand unserer Expertisen einen eigenen Blick auf die Themen der Ausstellung der Monacensia #FrauenDerBoheme mit.

Auf dieser Seite finden Sie die Beiträge zu #FrauenDerBoheme

 

Blog   Social Media​​​​​​​

Frauenbewegung meets Boheme: Wo sind die Schnittpunkte zu #FrauenDerBoheme für das AddF?

Das Archiv der deutschen Frauenbewegung kooperiert mit der Monacensia zur Ausstellung Frei leben! Die Frauen der Boheme 1890–1920. Was plant das AddF zu #FrauenDerBoheme? Welche Parallelen gibt es zwischen der Frauenbewegung und der Boheme? Wie entstand die Kooperation? Und was hat das mit #FemaleHeritage zu tun? Das verrät Laura Schibbe vom AddF im Blogbeitrag des Online-Magazins mon_boheme.

Gabriele Reuter (1859-1941) – „Etwas Werdendes“. Eine biografische Skizze zur Literatin | #FrauenDerBoheme

Gabriele Reuter – die vergessene „Führerin der Moderne“ und Wegbereiterin der leidvoll-destruktiven „Frauenliteratur“. Mirjam Höfner vom Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF) skizziert für das Online-Magazin mon-boheme der Monacensia den literarischen Werdegang der Schriftstellerin. Der Beitrag flankiert das eigens zur Ausstellung #FrauenDerBoheme zusammengestellte Online-Dossier „Gabriele Reuter“

Die fast „allumfassende Frauenfrage“ – Themen der organisierten Frauenbewegung um 1900 | #FrauenDerBoheme

Was zeichnet die Diskussion um die historische „Frauenfrage“ aus? Wer führt diese? Wie spielen Bildung, Beruf und Bürgerinnenrechte darin ein? Und wie wirkt sie sich auf Selbstorganisation und Sozialreform von und für Frauen* aus? Mirjam Höfner vom AddF zeigt, wie die „Frauenfrage“ um 1900 den Emanzipationsgrad von Frauen* und ihren gesellschaftlichen Rollen verhandelt – ein Beitrag für das Online-Magazin mon-boheme* der Monacensia. 

Anna Pappritz und die Herrenmoral | #FrauenDerBoheme

Was hat Anna Pappritz satirische Schrift „Herrenmoral“ mit Prostitution und Missverständnissen in der Boheme zu tun? Angebliche sexuelle Befreiung traf auf Frauenfeindlichkeit und Männerbundfantasien, wirtschaftliche Nöte zwangen Frauen oftmals in die Prostitution. Diese wurde aus Männersicht reglementiert. Dagegen gingen die Abolitionistinnen an, hier Anna Pappritz. Dr. Kerstin Wolff vom Archiv der deutschen Frauenbewegung blickt für die Ausstellung #FrauenDerBoheme der Monacensia München auf die Prostitution um 1900 – im Fokus: Prostitution als Hetärentum in der Boheme – eine Fehlinterpretation. Ein Beitrag für das Online-Magazin mon-boheme.

Social-Media Beiträge

Unsere ergänzenden Beiträge zu #FrauenDerBoheme auf Instagram, Twitter und Co.

Literatur zu Paragraf 218

Seitdem in den USA Roe vs. Wade gekippt wurde, verschärft sich der weltweite Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen noch einmal mehr.
Bereits im frühen 20. Jahrhundert war die gesetzliche Regelung zum §218 ein umstrittener Diskussionspunkt in #Politik, Öffentlichkeit und #Literatur. Wir stellen euch heute verschiedene Fundstücke zum Thema aus unserer Bibliothek vor, die ihr auch open access lesen könnt (Links hinterlegt).

Im Jahr 1924 gab Helene Stöcker ein Sammelwerk mit heraus: „Fort mit der Abtreibungsstrafe!“.Der Titel ist bereits vielsagend: es wird gegen eine Bestrafung des Schwangerschaftsabbruchs argumentiert - aus philosophischer, juristischer und medizinischer Sicht.
Maria Winter sprach 1927 in „Abtreibungsseuche oder Rationalisierung der Geburten“ teilweise sarkastisch über und von Vorstellungen der Politik und Medizin an den §218.
Emil Höllein setzte 1928 in seinem Werk „Gegen den Gebärzwang! Der Kampf um die bewusste Kleinhaltung der Familie“ ökonomische Maßstäbe und plädierte für einen rechtlich legalen Schwangerschaftsabbruch, um einkommensschwachen Familien ein Leben ohne Verschuldung durch „Kinderreichtum“ zu ermöglichen (S. 201).
Wie ein früher „Dr. Sommer“ gibt sich Max Hodann in seiner Schrift „Sexualelend und Sexualberatung: Briefe aus der Praxis“ von 1928. Der Sexualberater gab verzweifelten Müttern guten Rat verschiedenster Art, auch zum Schwangerschaftsabbruch.
Julian Marcuse mahnte im gleichen Jahr in „Geburtenregelung. Die Forderung der Zeit“ an, dass §218 zu „kurpfuscherischen und heimlichen Eingriffen“ (S. 156) führen würde.
1932 publizierte Alfred Grotjahns eine anonymisierte Sammlung von Krankenakten „Eine Kartothek zu §218“. Hier sind über 426 gesetzlich illegale Schwangerschaftsabbrüche verzeichnet.
Wenn ihr mehr über die historische Aufarbeitung des §218 erfahren wollt, könnt ihr darüber in unserer Ariadne 77: „Unfruchtbare Debatten?“ lesen. Weitere Digitalisate, auch zu den „Gegenstimmen“ der Schwangerschaftsabbrüche, findet ihr im Meta-Katalog.

von Maja Böhme; Praktikantin (Uni Kassel)

Archiv der deutschen Frauenbewegung
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D - 34127 Kassel
Tel.: +49 (0)561-989 36 70
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