Vortrag
Dienstag, 10.03.2025, 18.00 Uhr
Die erste Generation der Kommunalpolitikerinnen Kassels
Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die ersten Frauen in Kassels Kommunalpolitik: Minna Bernst (SPD), Elisabeth Consbruch (DNVP), Elisbeth Ganslandt (DDP), Julie von Kästner (DDP), Johanna Waescher (DDP) und Amalie Wündisch (SPD) waren 1919 die ersten weiblichen Stadtverordneten. Als mit der Einführung des Frauenwahlrechts Ende 1918 auch den Frauen der Weg in die Politik der Stadt Kassel offenstand, brachten die neu gewählten Abgeordneten vielseitige politische Erfahrungen aus der Frauenbewegung mit ein. Wie sich die "Stadtmütter" in der Stadtverordnetenversammlung einbrachten und wie das in Zusammenhang mit der Situation von Frauen in der Kommunalpolitik allgemein in der jungen Weimarer Republik steht, wird der Vortrag aufzeigen.
Eintritt: frei/Spende erwünscht
Veranstalterinnen: Archiv der deutschen Frauenbewegung Kassel, vhs Region Kassel
Ort: Archiv der deutschen Frauenbewegung, Gottschalkstraße 57, 34127 Kassel
Vortrag
Mittwoch, 18.03.2026, 18 Uhr
Zum Tag der Demokratiegeschichte: Elisabeth Selbert – Ein Leben für die Demokratie
Der 18. März ist Tag der Demokratiegeschichte, zu diesem Anlass führt die Historikerin Dr. Kerstin Wolff durch die Dauerausstellung: Elisabeth Selbert – Ein Leben für die Demokratie und erläutert in einem Vortrag, was die Gleichberechtigung der Geschlechter mit der heutigen Demokratie zu tun hat.
Eintritt: frei/Spende erwünscht
Veranstalterinnen: Archiv der deutschen Frauenbewegung Kassel, Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte
Ort: Archiv der deutschen Frauenbewegung, Gottschalkstraße 57, 34127 Kassel
Der Tag der Demokratiegeschichte ist eine Initiative der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Orte der Demokratiegeschichte. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Vortrag
Freitag, 27.03.2026, 18 Uhr
Die Bedrohung durch den lesbischen Vampir in der viktorianischen Schauerliteratur
Die britische Schauerliteratur des ausgehenden 19. Jahrhunderts ist mit kaum einer Figur so verbunden wie mit dem Vampir. Er stellt tief verwurzelte, unterdrückte Wünsche und Begierden der menschlichen Psyche dar, die in der zugeknöpften Gesellschaft des viktorianischen Zeitalters nicht stattfanden. Anhand von Originalzitaten aus Le Fanu’s Carmilla und Stoker’s Dracula werden weibliche Vampire, lesbisches Begehren und die Bedrohung, die sie und ihr othering für eine patriarchale Gesellschaft darstellen, beleuchtet und ihr Einfluss auf die heutige Popkultur nachverfolgt.
Eintritt: frei/Spende erwünscht
Veranstalterinnen: Archiv der deutschen Frauenbewegung Kassel
Ort: Archiv der deutschen Frauenbewegung, Gottschalkstraße 57, 34127 Kassel
Wir laden ein zur 4. feministischen Buchwoche vom 18.04. bis zum 26.04.2026!
Zum vierten Mal lädt das Netzwerk der BücherFrauen zur Feministischen Buchwoche ein: mit Lesungen, Diskussionsrunden, Führungen, Verlagsvorstellungen, Bookstore-Crawls und anderen Veranstaltungen in Buchhandlungen, Bibliotheken oder Archiven. Sie sollen dazu animieren, Bücher von Frauen zu lesen, denn nach wie vor würdigen zwei Drittel aller Rezensionen die Werke von Autoren, wie die Pilotstudie Frauen zählen gezeigt hat.
Die Feministische Buchwoche ist eine Aktion der BücherFrauen e.V.
unsere Kooperationspartner:innen sind
Lesung und Gespräch
Samstag, 18.04.2026, 15 Uhr
Auftaktveranstaltung der 4. Feministischen Buchwoche - Doris Hermanns liest aus „Sand im patriarchalen Getriebe“
Vor über 50 Jahren wurde der erste Frauenbuchladen in Deutschland gegründet, Lillemor’s in München, zwei Wochen später eröffnete Labrys in Berlin – und dann ging es in einem rasanten Tempo in vielen anderen Städten weiter, so auch Anfang der 1980er Jahre in Kassel mit Aradia. Zur Feministischen Buchwoche ist Doris Hermanns eingeladen die Geschichte der Frauen-Buch-Bewegung zu beleuchten. Anschließend findet eine Gesprächsrunde mit der Autorin und ehemaligen Aradia-Buchladenfrauen statt, sie geben ergänzend Einblicke in die lokale Geschichte und Besonderheiten in Kassel.
Referentin: Doris Hermanns
Eintritt: frei, Spenden erwünscht
Veranstalterin: Archiv der deutschen Frauenbewegung Kassel
Achtung externer Veranstaltungsort: Kulturhaus Dock 4 – Zwischendeck, Karl-Bernhardi-Straße, 34117 Kassel
Die Auftaktveranstaltung in Kassel organisiert vom AddF wird gefördert vom Deutschen Digitalen Frauenarchiv
Die Brencher Buchhandlung begleitet die Veranstaltung mit einem Büchertisch.
Sonntag, den 19. April 2026, 11:30 Uhr, Kleines Bali-Kino, Rainer-Dierichs-Platz 1
Valery Tscheplanowa liest aus ihrem Roman "Das Pferd im Brunnen“
„Tausend Kilometer von ihr entfernt ist es derselbe Topf, in dem sie ihren Grießbrei gerührt hat und in dem ich jetzt weiter rühre.“
Valery Tscheplanowa spürt in ihrem autofiktionalen Erinnerungsbuch dem Leben von vier Frauen ihrer Familie aus vier Generationen von der Urgroßmutter bis zur Urenkelin nach. Dies geschieht nicht chronologisch, sondern episodisch und fragmentarisch auf verschiedenen Zeitebenen und an unterschiedlichen Orten von der Wolga bis nach Schleswig-Holstein.
Die Biografien der Frauen werden erzählerisch und atmosphärisch dicht von der Urenkelin als Haupterzählerin miteinander verflochten. Jede einzelne Frau trägt sowohl die Geschichte ihres Heimatlandes, der Sowjetunion, als auch die der Frauen der vorangegangenen Generationen in sich.
Sprachlich gelingt es der Autorin, eindrucksvoll mit sehr klarem Duktus zum Teil hoch emotionale Momente zu schaffen.
Führung
Montag, 20.04.2026, 17 Uhr
Ab ins Dichterhaus – Lernt die Kasseler Schriftstellerin Christine Brückner kennen
Das Dichterhaus Brückner-Kühner in der Hans-Böckler-Str. 5 in Kassel war der Lebens- und Arbeitsmittelpunkt des Schriftstellerpaares Christine Brückner und Otto Heinrich Kühner. 1965 erwarb Christine Brückner das Reihenhaus in der Gartenstadt Auefeld. In einer Führung vor Ort durch dieses Domizil lernt ihr anlässlich der Feministischen Bücherwoche Leben und Werk von Christine Brückner kennen.
Referentin: Maya Alou
Eintritt: frei, Spenden erwünscht
Veranstalterin: Stiftung Brückner-Kühner in Kooperation mit dem Archiv der deutschen Frauenbewegung
Veranstaltungsort: Hans-Böckler-Str. 5, 34121 Kassel
Vortrag und Lesung
Dienstag, 21.04.2026, 18 Uhr
Kasseler Realistinnen neu ediert: Sophie Junghans’ „Die Amerikanerin“ und Charlotte von Hünerbeins „Eigenart“
Kassel ist eine Literaturstadt: Die allgemeine Geschichte der deutschen Literatur wurde hier mitgeschrieben. Um sie sicht- und hörbar zu machen, wurden in den letzten Jahren mehrere Projekte in Kassel durchgeführt: das Schilderprojekt „Literatur in Kassel – mehr als nur GRIMMIG“, das „Kleine Kasseler Literatur-Lexikon“, Lesungsreihen, Vorträge und Editionen.
Um „Kasseler Literatur“ dreht sich auch die gleichnamige Editionsreihe, die seit diesem Jahr von Nikola Roßbach bei kassel university press herausgegeben wird. Vergessene und wieder zu entdeckende Werke werden im Druck und online wieder verfügbar gemacht.
Im Mittelpunkt von Vortrag und Lesung stehen zwei Romane: „Die Amerikanerin“ (1886) von Sophie Junghans und „Eigenart“ (1912) von Charlotte von Hünerbein. Sie gehören zum Realismus, der, anders als es der Kanon suggeriert, von zahlreichen Schriftstellerinnen mitgetragen wird. Ihre Romane, oft als ‚Frauenliteratur‘ verpönt und in die Unterhaltungssparte abgedrängt, erzählen von weiblichen Lebenswegen in der damaligen Gesellschaft: von Selbstbestimmung und Anpassungsdruck der Frauen, von Geschlechterrollen und der Debatte über sie.
Referentinnen: Prof. Dr. Nikola Roßbach und Dr. Lisa Wille
Eintritt: frei, Spenden erwünscht
Veranstalterin: Archiv der deutschen Frauenbewegung Kassel
Veranstaltungsort: Lesesaal AddF, Gottschalkstraße 57, 34117 Kassel
Lesung
Sonntag, 10.05.2026, 11:00 Uhr
Ungehaltene Reden Ungehaltener Frauen
Die Stiftung Brückner-Kühner, die Stadt Kassel und das AddF laden ins Palais Bellevue ein, um eine prägende Lebensbeziehung - die zu Müttern und Großmüttern in den Mittelpunkt zu stellen und bisher ungehaltene Reden ungehaltene Frauen zu hören. Sehr persönlich und auf ganz unterschiedliche Weise beleuchten die Vortragenden in unterhaltsamen, nachdenklichen, auf jeden Fall aber bewegenden „Ungehaltenen Reden“ diese Beziehung. Mit dabei: Elena Mumza, Amra Šehović, Elham Moghadas und Lisa Becker. Wir freuen uns Sie bei dieser besonderen Sonntagsmatinee begrüßen zu dürfen.
Eintritt: frei; Sie müssen sich im Vorfeld der Veranstaltung hier anmelden.
Veranstalterinnen: Stiftung Brückner-Kühner, Stadt Kassel, Archiv der deutschen Frauenbewegung
Ort: Palais Bellevue, Schöne Aussicht 2, 34117 Kassel
Führung
Montag, 11.05.2026, 17:00 Uhr
After Work-Öffnung zum Tag der Frauenarchive
Am 11. Mai ist Tag der Frauenarchive! An diesem Tag stellen sich sowohl vor Ort als auch virtuell viele unserer i.d.a.-Einrichtungen vor. Auch das AddF öffnet an diesem Tag seine Türen.
Von 17 bis 20 Uhr laden wir zum Besuch der Ausstellung „Elisabeth Selbert. Ein Leben für die Demokratie“ ein.
Begeben Sie sich auf die Spuren von Elisabeth Selbert und lernen Sie die Kasseler Juristin, Politikerin und Mutter der Gleichberechtigung im Grundgesetz näher kennen. Interviews und O-Töne können in einer Medienstation abgerufen werden und machen Kontexte und den Prozess der Gleichberechtigung seit 1949 nachvollziehbar.
Neben einer Einführung in die Ausstellung jeweils um 17, 18 und 19 Uhr haben Sie die Möglichkeit weitere Einblicke in die Arbeiten des AddF zu erhalten.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Gottschalkstraße 57 im Hinterhaus! Achtung: Aktuell sind Bauarbeiten in der Gottschalk-/und Mombachstraße.
Eintritt: frei/Spende erwünscht
Veranstalterinnen: Archiv der deutschen Frauenbewegung Kassel
Ort: Archiv der deutschen Frauenbewegung, Gottschalkstraße 57, 34127 Kassel