Nachruf für Birgit Bublies-Godau
Am vorletzten Freitag erreichte uns die traurige Nachricht, dass unsere Kollegin und Freundin Birgit Bublies-Godau verstorben ist.
Birgit studierte zwischen 1985 und 1993 Neuere und Neueste Geschichte, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Politikwissenschaft und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und arbeitete in dieser Zeit auch als freie Journalistin. Sie beschäftigte sich intensiv mit dem Vormärz, der Revolution von 1848/49 und dem Leben des Ehepaares Venedey. Zur Abfassung ihrer Dissertation zum „Demokraten Jakob Venedey (1805-1871)“ erhielt sie ein Promotionsstipendium der Gerda Henkel Stiftung und des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte. Zwischen 1999 und 2011 war sie Mitherausgeberin, seit 2012 Redakteurin des Jahrbuchs zur Liberalismus-Forschung der Friedrich-Naumann-Stiftung.
Birgit hat als Redakteurin das 79ste Heft der Ariadne zu den Geschlechterverhältnissen in der 1848/49er Revolution gemeinsam mit Kerstin Wolff verantwortet und war Initiatorin, Mit-Organisatorin, Referentin und Moderatorin der Tagung „Die Modernität von 1848/49“, die vom 16. bis 18. Mai 2023 in Frankfurt am Main zum 175. Jubiläum der Revolution von 1848/49 in Kooperation mit dem AddF im Historischen Museum in Frankfurt abgehalten worden war. Gemeinsam mit Andrej Bartuschka, Elisabeth Thalhofer und Kerstin Wolff vom AddF war sie Mit-Herausgeberin (auch Autorin) des Sammelbandes zur Tagung, der 2025 erschien. Birgit war es auch zu verdanken, dass die Tagebücher und Lebenserinnerungen von Henriette Obermüller-Venedey in der Schriftenreihe des Stadtarchivs Karlsruhe bereits 1999 erscheinen konnten.
Wir verlieren mit Birgit eine geschätzte Kollegin und Freundin, die sich immer dafür eingesetzt hat, auch die Frauen in der Revolution nicht zu vergessen.