Kasseler Realistinnen neu ediert
Vortrag und Lesung
Dienstag, 21.04.2026, 18 Uhr
Kasseler Realistinnen neu ediert: Sophie Junghans’ „Die Amerikanerin“ und Charlotte von Hünerbeins „Eigenart“
Kassel ist eine Literaturstadt: Die allgemeine Geschichte der deutschen Literatur wurde hier mitgeschrieben. Um sie sicht- und hörbar zu machen, wurden in den letzten Jahren mehrere Projekte in Kassel durchgeführt: das Schilderprojekt „Literatur in Kassel – mehr als nur GRIMMIG“, das „Kleine Kasseler Literatur-Lexikon“, Lesungsreihen, Vorträge und Editionen.
Um „Kasseler Literatur“ dreht sich auch die gleichnamige Editionsreihe, die seit diesem Jahr von Nikola Roßbach bei kassel university press herausgegeben wird. Vergessene und wieder zu entdeckende Werke werden im Druck und online wieder verfügbar gemacht.
Im Mittelpunkt von Vortrag und Lesung stehen zwei Romane: „Die Amerikanerin“ (1886) von Sophie Junghans und „Eigenart“ (1912) von Charlotte von Hünerbein. Sie gehören zum Realismus, der, anders als es der Kanon suggeriert, von zahlreichen Schriftstellerinnen mitgetragen wird. Ihre Romane, oft als ‚Frauenliteratur‘ verpönt und in die Unterhaltungssparte abgedrängt, erzählen von weiblichen Lebenswegen in der damaligen Gesellschaft: von Selbstbestimmung und Anpassungsdruck der Frauen, von Geschlechterrollen und der Debatte über sie.
Referentinnen: Prof. Dr. Nikola Roßbach und Dr. Lisa Wille
Eintritt: frei, Spenden erwünscht
Veranstalterin: Archiv der deutschen Frauenbewegung Kassel
Veranstaltungsort: Lesesaal AddF, Gottschalkstraße 57, 34117 Kassel